Frieden durch Verbinden: Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung

Lesung und Diskussion mit Gilda Sahebi im Rahmen der Marburger Vortragsreihe „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“

Die globale Welle der Auto­kratisierung bringt nicht nur inner­staatliche demokratische Struk­turen zum Fallen. Eine Welt, in der Auto­ritäre ihre Vorstellung einer inter­nationalen Ordnung durchsetzen, wird zu­nehmend mehr Konflikte und Kriege mit sich bringen. Ohne Polari­sierung können autoritäre Kräfte nicht an Macht gelangen – ob in Deutsch­land, in den USA oder in der Islamischen Republik Iran. Dabei ist der Weg der Polari­sierung nicht ausweg­los. Denn viele Gesell­schaften sind nicht so polarisiert, wie es scheint. Auch nicht die deutsche. Ein Ge­spräch darüber, warum mehr Ver­bindung ein Weg aus der Krise sein kann mit. 

  • Wo? Histo­rischer Rathaussaal, 2. OG, Markt 1, 35037 Mar­burg
  • Wann? 13. April, 2026, 18:30 – 20:00h

Gilda Sahebi

Gilda Sahebi ist aus­gebildete Ärztin und studierte Politik­wissenschaftlerin. Ihr journa­listisches Volontariat absolvierte sie beim Bayerischen Rund­funk, als freie Journalistin arbeitet sie mit den Schwer­punkten Innen- und Außen­politik, autoritäre Systeme und Polari­sierung. Sie ist Autorin für die »taz« und den »Spiegel« und ar­beitet unter anderem für die ARD. Ihre Bücher „»Unser Schwert ist Liebe« Die feminis­tische Revolte im Iran“ und „Wie wir uns Rassismus bei­bringen. Eine Analyse deutscher De­batten“ erschienen 2023 und 2024 beim S. Fischer Ver­lag. Ihr aktuelles Buch „Ver­binden statt spalten. Eine Ant­wort auf die Politik der Polarisierung“ erschien im Sep­tember 2025. Gilda Sahebi lebt in Berlin.

Vortrags­reihe

Seit über 25 Jahren organi­siert das Zentrum für Konflikt­forschung der Philipps-Universität Marburg die Vortrags­reihe, die bereits über 40 Jahre Bestand hat. Die Themen reichen von Krieg und Frieden über Gewalt und Rassis­mus, soziale Bewegungen, die Klima­krise bis hin zu Ungleich­heit und Armut. Die Reihe richtet sich an die gesamte Marburger Öffent­lichkeit – an Bürgerinnen und Bürger, Studierende, Mit­arbeitende der Universität und alle In­teressierten. Mit einem besonderen Fokus auf aktuelle und für Mar­burg relevante Themen hat das Zen­trum für Konfliktforschung eine enge Zusammen­arbeit mit der Universitäts­stadt Marburg vereinbart, um die Veran­staltungen als öffentlichen Diskurs­raum zu stärken. Das Thema in diesem Semes­ter lädt ein, aktuelle und höchst relevante Fragen rund um das Thema Frieden zu dis­kutieren. Organisiert und moderiert wird die Reihe von Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel, Geschäftsführende Direk­torin des Zentrums für Konflikt­forschung und Direktoriums­mitglied sowie Principal Investigator bei TraCe.

Mehr zur Veran­staltung auf der Website des Zen­trum für Konflikt­forschung.