Wir freuen uns, Gruia Bădescu als Visiting Fellow am Standort Darmstadt begrüßen zu dürfen!
Gruia Bădescu ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zukunftskolleg der Universität Konstanz. Er promovierte am Centre for Urban Conflicts Research der Universität Cambridge und war vor seinem Wechsel nach Konstanz Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Oxford. In Konstanz war er zunächst Alexander-von-Humboldt-Stipendiat bei Jan und Aleida Assmann und leitet nun eine Forschungsgruppe zum Thema „Städte nach politischen Umbrüchen“. Er ist Gründer und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Memory, Space and Place“ der Memory Studies Association.
In seiner Forschung interessiert er sich für das Verhältnis zwischen urbanen Rekonfigurationen und der Aufarbeitung schwieriger Vergangenheiten, insbesondere nach politischer Gewalt durch Kriege und Diktaturen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Wiederaufbau von Städten nach Kriegen, wobei er sich auf das ehemalige Jugoslawien und den Libanon konzentriert. Er analysiert zudem die Memorialisierung politischer Gewalt unter autoritären Regimen in Südamerika sowie in Mittel- und Osteuropa. Zudem hat er untersucht, wie Diktaturen Städte durch Abrisse und Zwangsräumungen umgestaltet haben. Über verschiedene Gewaltkontexte hinweg hat er nachgezeichnet, wie lokale Akteure Zerstörungen und urbane Eingriffe als Formen von „Gewalt gegen die Stadt“ rahmten. Während seines TraCe-Fellowships wird er an der Konzeptualisierung urbaner Gewalt arbeiten und die Keynote bei einem TraCe-Kolloquium zu „Urban Violence“ halten.