Postcards from Khartoum

Larissa-Diana Fuhrmann ko-kuratiert eine Ausstellung im Rahmen des Reeperbahnfestivals

Seit 2023 herrscht im Sudan Krieg – und das wenig be­achtet von der internationalen Öffentlichkeit. Wie lässt sich eine hu­manitäre Krise sichtbar machen, die jenseits medialer Auf­merksamkeit stattfindet? Das Projekt „Postcards from Khartoum“ sucht eine Ant­wort auf diese Frage und lenkt den Blick auf die Folgen des Kriegs. Vom 17.–20. September 2025 war die Aus­stellung im Rahmen des Reeperbahnfestivals in Hamburg zu sehen.  

Ko-kuratiert von Larissa-Diana Fuhrmann zusammen mit dem sudanesischen Fotografen und Kurator Ala Kheir, zeigt die Aus­stellung Fotografien der sudanesischen Künstler:innen Mosab Abushama, Aya Sinada und Ala Kheir. Die Werke er­öffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Realität des Krieges: zer­störte städtische Infrastruktur in den Städten im Kon­trast von „Davor und Danach“, Landschaft im Nordsudan, sowie die menschlichen Folgen von Krieg und Ver­treibung. Damit werden die Fotografien zugleich zu Zeugnissen von Gewalt und Ver­lust aber auch von Widerstandskraft und Über­leben. 

Das Reeper­bahnfestival ist ein jährlich stattfindendes Clubfestival in Hamburg und fand dieses Jahr unter dem Leit­thema „Imagine Togetherness!“ statt. Der Gedanke des solidarischen Mit­einanders zog sich durch mehr als 800 Einzel­veranstaltungen. Besonders das „Festival Village“ bot Be­sucher:innen ohne Ticket freien Zugang. 

Larissa-Diana Fuhrmann hat bereits eine Reihe von Aus­stellungen kuratiert. Zuletzt war sie Ko-Kuratorin der Ausstellung „(Un)Sichtbare Gewalt“  in Kooperation mit der KUNS­THALLE GIESSEN und hat maßgeblich am gleichnamigen TraCe Working Paper No. 6 mit­gewirkt. Darüber hinaus hat sie mehrere Bücher und Artikel in Fachzeit­schriften veröffentlicht, Institu­tionen beraten und Work­shops zu kritischen kura­torischen Praktiken und politisch motivierter Kunst geleitet.