Gewalt zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit

Ausstellungseröffnung in der KUNSTHALLE GIESSEN zieht großes Publikum an

Am Freitag, den 22. August 2025, er­öffnete die KUNSTHALLE GIESSEN in Zusammen­arbeit mit dem Forschungs­zentrum TraCe die Aus­stellung „(Un)Sichtbarkeit von Gewalt“. Mehr als 100 Besucher:innen folgten der Einladung zur Vernissage und setzten sich mit den eindrucks­vollen künstlerischen Positionen aus­einander, die sich den sicht­baren wie unsicht­baren Dimensionen von Gewalt – sowie den Zwischenräumen – widmen. Mit bewegenden Rede­beiträgen und intensiven Diskussionen wurden Gewalt­formen ins Bewusst­sein gerückt, die oft im Ver­borgenen bleiben.

Nach den Gruß­worten von Ober­bürgermeister Frank-Tilo Becher, Staats­sekretär Christoph Degen (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur) sowie Jonas Wolff führten die Kuratorinnen Theresa Deichert, Larissa-Diana Fuhrmann und Nadia Ismail in das Konzept der Ausstellung ein. In seiner Eröffnungsrede betonte Gießens Ober­bürgermeister die Aktualität des Themas: Gewalt sei nicht nur fernes Kriegs­geschehen, sondern wirke auch im Inneren der Gesell­schaft – in Form struktureller, geschlechts­spezifischer oder extremistischer Gewalt. Er führte fort: „Damit ist die Aus­stellung nicht ein rein künstlerisches Projekt, sondern ist überdies ein Forschungs- und Diskussions­raum“. 

Die Aus­stellung vereint künstlerische Arbeiten der letzten drei Jahrzehnte, die Gewalt doku­mentieren, trans­formieren oder durch Leer­stellen bewusst die Vorstellungs­kraft der Besucher:innen heraus­fordern. Die Vernissage zog nicht nur ein interessiertes Publikum, sondern auch mediale Aufmerksam­keit auf sich:

Das anlässlich zur Ausstellung veröffentlichte sechste TraCe Wor­king Paper in Ko­operation mit der KUNST­HALLE GIESSEN wurde ebenfalls beworben. Aus­schnitte der TraCe-Beiträge sind auch in einem Journal zu finden, das begleitend zur Ausstellung erschienen ist und neben Artikeln der drei Kuratorinnen Hintergrundinformationen zu den Künstler:innen und Werken enthält und so die Ausstellung weiter vertieft. Auch im Journal zu finden sind Ausschnitte des Comics „Code of Courage“, der auf der Forschung von Laura Guntrum basiert.

Die Ausstellung ist ab sofort und bis zum 2. November bei freiem Eintritt zu sehen. Weitere Infor­mationen, auch zum umfangreichen Rahmenprogramm, sind auf der Web­site der KUNSTHALLE GIESSEN zu finden.

► Zur Veranstaltungsankündigung