Sudan Retold – an Art Book About the History & Future of Sudan

Neuer Sammelband wirft künstlerische Perspektiven auf die Geschichte(n) und die Zukunft Sudans

Eine Frau spricht in ein Mikrofon. Um sie herum stehen Menschen und hören zu.

Der Sudan wird von vielen Kulturen, Re­ligionen, Sprachen und Ge­schichten geprägt – und dennoch oft in eine einzige, lineare Erzählung gezwängt. Durch Fiktion, persönliche Erinnerungen, Archiv­fragmente und visuelles Story­telling trägt „Sudan Retold - Edition 1 1⁄2“ dazu bei, diese Erzählung aufzubrechen. Herausgegeben wird der Sammel­band von Khalid Albaih, Larissa-Diana Fuhrmann und Suzi Mirghani.  

„Sudan Retold Edition 1½“ ist Teil einer Reihe von Publi­kationen, Forschungsinitiativen und künstlerischen Pro­jekten, die vor mehr als zehn Jahren ins Leben gerufen wurde. Der Sammel­band, der an den Band „Sudan Retold“ von 2019 anknüpft, bringt Bei­träge von Künstler:innen, Schriftsteller:innen, Kurator:innen und Kultur­schaffenden zusammen. Die Mit­wirkenden haben sich zum Ziel gesetzt, Raum für ein vielschichtiges, plura­listisches Verständnis des Sudans zu schaffen. Dafür untersuchen sie die materiellen und immateriellen kulturellen Bestände des Sudans, erfassen, was verloren gegangen ist, heben hervor, was noch vorhanden ist und unterstützten aktiv weiteres künstlerische Schaffen und die Wissens­produktion. Die Beiträge und die begleitenden Ausstellungen zur Veröffentlichung stützen sich primär auf per­sönliche Archive, mündliche Über­lieferungen und vergessene Objekte. Am 19. September 2025 wurde das Buch mit einer be­gleitenden Kunstausstellung auf der „Seeing Sudan Hiwaraat Conference“ an der George­town University in Doha, Qatar, vorgestellt. 

Am 14. Oktober 2025 wird das Buch außer­dem an der Almas Art Foundation in London, UK präsentiert, die be­gleitende Ausstellung ist bis Mitte Dezember zu sehen.  

Mit-Herausgeberin Larissa-Diana Fuhrmann ist assoziierte Forscherin bei TraCe und forscht  zu theoretischen und künstlerischen Auseinandersetzungen mit politischer Gewalt im Sudan. Seit dem Frühjahr ist sie Teil der Forschungs­initative “(Re)Collecting Sudan: Art and Culture Archives” in Doha, an die die „Seing Sudan Hiwaraat Conference“ anknüpft.