Einsatz von Recht als feministische und emanzipatorische Strategie in Kanada

Neues TraCe Working Paper von Lara Zieß und Sabine Mannitz

Wie kann ein Rechts­system gesellschaftlichen Wandel er­möglichen, das selbst Instru­ment kolonialer Herr­schaft und poli­tischer Gewalt war und ist? Dieser Frage gehen Lara Zieß und Sabine Mannitz im neuen TraCe Wor­king Paper No. 10 nach.

Im Mittel­punkt steht der „Women’ Legal Edu­cation and Action Fund“ (LEAF), eine kana­dische Menschen­rechtsorganisation, die sich für die Rechte von Frauen, Mädchen, trans und nicht-binären Personen ein­setzt und. Anhand von LEAF’s „Feminist Strategic Liti­gation“, einem Ansatz strategischer Prozess­führung, untersuchen die Autorinnen das Spannungs­feld von Recht als Instrument der Unter­drückung und als potenzielles Mittel zum Wandel. Ein be­sonderer Fokus liegt dabei auf der strategischen Prozess­führung für die Rechte indi­gener Frauen, Mädchen und 2SLGBTQQIA+-Personen, die LEAF in den ver­gangenen Jahren zunehmend voran­getrieben hat. Das Paper beleuchtet die Er­folge und Grenzen dieses An­satzes und fragt nach seinem Potenzial, den struk­turellen Wandel im post­kolonialen Kanada voran­zutreiben. 

TraCe Working Paper No. 10 „Feminist Stra­tegic Litigation: A Method of Ad­vancing Indigenous Gender Equa­lity in Canada?“ ist als PDF (Englisch) verfüg­bar.