Von Genozid zu Ökozid

Neuer TraCe Policy Brief von Verena Lasso Mena und Markus Lederer zeichnet Entwicklung und aktuelle Relevanz des Konzepts „Ökozid“ nach

Die groß­flächige Zer­störung von Öko­systemen durch Rohstoff­abbau, Ab­holzung und Umwelt­verschmutzung führt selten zu einer Rechen­schaftspflicht. Solche Schäden werden oft durch ver­schiedene Formen po­litischer Gewalt ermöglicht, darunter Ver­treibung, Ein­schüchterung, töd­liche Gewalt und andere Formen der Nö­tigung. In diesem Sinne ist Öko­zid nicht nur eine Umwelt­schädigung, sondern eine sys­temische Praxis, die die öko­logischen Be­dingungen für das kollek­tive Über­leben zerstört und da­mit der Dy­namik eines Völker­mords äh­nelt. Da immer mehr Staa­ten über die Krimi­nalisierung von Öko­zid dis­kutieren, lautet die zen­trale po­litische Frage, wie na­tionale und inter­nationale Insti­tutionen auf Umwelt­zerstörung rea­gieren sollten, die sys­temisch ist und mit poli­tischer Gewalt ver­flochten ist.

In dem neuen TraCe Policy Brief untersuchen Verena Lasso Mena und Markus Lederer, wie Ökozid als poli­tisches und recht­liches Kon­zept ent­standen ist und warum es für poli­tische Ent­scheidungsträger:innen heute von Be­deutung ist.

Der Policy Brief ist als Download (PDF) verfüg­bar.