► Zum Veranstaltungsbericht
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Gewalt im Nahen Osten, der Krieg im Sudan und die jüngste US-Militärintervention in Venezuela stehen exemplarisch für eine Transformation des weltweiten Kriegsgeschehens: Grenzen zwischen Krieg und Frieden, Bürgerkrieg und zwischenstaatlichem Krieg, staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren verschwimmen. Neue Technologien und Informationskriege verändern die Praxis des Krieges und stellen bestehende Normen und politische Antworten infrage. Auf Basis aktueller Forschung aus dem Forschungszentrum TraCe diskutieren wir mit Ihnen, was diese Entwicklungen für Völkerrecht, Normentwicklung und die Handlungsspielräume deutscher Politik bedeuten – zwischen „Recht ohne Macht“ und „Macht ohne Recht“. Der Parlamamentarische Abend unter Schirmherrschaft von Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär BMVg, beschäftigte sich mit den Fragen: Wie kann Deutschland friedens- und sicherheitspolitisch mit diesen Herausforderungen umgehen, welche Maßnahmen können ergriffen werden?Können neue Technologien vielleicht sogar einen Beitrag zu einer (neuen) Ordnung leisten?
Moderation:
Tobias Pietz | Vorstandsmitglied der DSF und Lead „Climate Security & EU“ am Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF)
Einführung:
Jonas Wolff | Co-Sprecher TraCe, PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung
Impulse:
Monika Wingender | Principal Investigator TraCe, Professorin für Slavistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Thea Riebe | Postdoktorandin am Lehrstuhl Science and Technology for Peace and Security (PEASEC) der Technischen Universität Darmstadt
Thilo Marauhn | Principal Investigator TraCe, Professor für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Wann: 24. Februar 2026 | 19:00–21:00 Uhr
Wo: Deutsche Parlamentarische Gesellschaft Berlin