Das weltpolitische Jahr 2026 begann am 3. Januar 2026 mit einem klaren Bruch des Völkerrechts. Mit den Militärschlägen gegen Venezuela hat die zweite Trump-Administration ihre imperialistische Lateinamerikapolitik auf eine neue Intensitätsstufe gehoben – sowohl mit Blick auf die angewandten Mittel als auch hinsichtlich ihrer öffentlichen Rechtfertigung.
Im neuen TraCe Policy Brief betrachten die Autor:innen Anika Oettler, Stefan Peters und Jonas Wolff die jüngste US-Militäroperation in Venezuela und das breitere Panorama der Trump’schen Lateinamerikapolitik als Element der gegenwärtigen Transformation politischer Gewalt, in dem sich die Ambitionen von imperialer Herrschaft, Drogenkrieg und regime change kreuzen.
Der Policy Brief ist als Download (PDF) verfügbar.
Anika Oettler ist Professorin für gesellschaftliche Entwicklung und vergleichende Sozialstrukturanalyse der Philipps-Universität Marburg und Principal Investigator (PI) bei TraCe. Sie hat intensiv zur Geschichte der politischen Gewalt in Zentralamerika und Kolumbien geforscht und publiziert.
Stefan Peters ist Professor für Internationale Beziehungen und Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wissenschaftlicher Direktor des Instituto Colombo-Alemán para la Paz (CAPAZ) und ebenfalls TraCe-PI. Er arbeitet insbesondere zur venezolanischen Rentengesellschaft und zum kolumbianischen Friedensprozess.
Jonas Wolff ist Professor für Politikwissenschaft mit Fokus auf Lateinamerika an der Goethe-Universität Frankfurt, Programmbereichsleiter am PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung und Co-Sprecher von TraCe. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Transformationsprozesse, soziale Konflikte und politische Gewalt.