Wie ist koloniale Gewalt mit internationalen Institutionen verflochten? Im neuen TraCe Working Paper No. 9 „Transforming Understandings, Expanding Mechanisms: International Institutions and Colonial Violence“ untersuchen Lina Schneider und Lisbeth Zimmermann diese Verknüpfung kolonialer Gewalt mit internationalen Institutionen. Dafür rekonstruieren die Autorinnen den Umgang mit kolonialer Gewalt im Laufe des 20. Jahrhunderts, sowohl aus international rechtlicher als auch institutioneller Perspektive.
Sie zeigen auf, wie sich Verständnis von und Herangehensweise an koloniale Gewalt über die Zeit gewandelt haben. Insbesondere die ambivalente Rolle von internationalen Institutionen bei der Legitimierung und der Eindämmung kolonialer Gewalt nehmen sie in den Blick. Zwar habe sich durch diesen Wandel das Verständnis kolonialer Gewalt erweitert, die daraus resultierenden Institutionen aber eine weniger verbindliche Form angenommen.
Das englischsprachige Working Paper ist als kostenfreier Download (PDF) verfügbar.
Eine frühere Version des Working Papers ist außerdem im neu erschienen TraCe „Handbook on Transformations of Political Violence“ bei Routledge zu finden.