Researching Transformations in an Age of Transformation

TraCe-Forschungskolloquium an der Goethe-Universität Frankfurt

Eine Gruppe Menschen posiert in einem Raum für ein Foto

Die letzten Jahre waren ge­prägt von einer Abfolge von „Zeitenwenden“ – von Putins an­haltendem Krieg gegen die Ukraine und wachsenden Sorgen um Um­weltverschmu­tzung und Klima­wandel über den Durch­bruch generativer KI bis hin zur zweiten Amts­zeit Trumps und europäischer Aufrüstung. Wie lassen sich Trans­formationen politischer Gewalt unter den Be­dingungen multipler Trans­formationen er­forschen? Dieser Frage widmete sich das TraCe-Forschungs­kolloquium am 13. Februar 2026 an der Goethe-Universität Frank­furt.

Unter der Mo­deration von Astrid Erll eröffnete ein Round­table die Ver­anstaltung mit einer Zwischen­bilanz der ersten Projekt­jahre und analysierte, wie diese glo­balen Um­brüche sowohl die Gegen­stände als auch die Praxis der TraCe-Forschung transformieren. In kurzen In­puts nahmen Susanne Buckley-Zistel, Laura Guntrum, Markus Lederer und Monika Wingender Themen wie Peace­building, Klima­wandel, Informations- und Kommuni­kationstechnologien und den Krieg in der Ukraine in den Blick und be­richteten außer­dem darüber, was sich in ihrer Forschungs- und Lehr­praxis in den letzten Jahren ver­ändert hat.

Am Nach­mittag er­weiterten Rafael Diniz-Pucci (Universidade de Sao Paulo) und Karim-Aly Kassam (Cornell University) diese in­terne Reflexion mit ihren Vor­trägen um in­ternationale Pers­pektiven. Ein­geführt von Kaya de Wolff, analysierte der Rechts­wissenschaftler Rafael Diniz-Pucci in seinem Vor­trag auto­ritäre Dynamiken, Umweltun­gerechtigkeit und Technologie im Spannungs­feld von Globalem Norden und Süden, an­hand von Bei­spielen aus Brasilien. Karim-Aly Kassam, der­zeit Gastprofessor am PRIF, zeigte unter Mo­deration von Sabine Mannitz, wie öko­logische Kalender zur Anti­zipation von Klima­wandel und Umwelt­veränderungen bei­tragen und als Methodik und Pä­dagogik der Hoffnung wirk­sam werden können.

Die Anwesenden bedankten sich außer­dem sehr bei Astrid Erll für ihre langjährige Rolle als TraCe Co-Sprecherin und würdigten ihr be­sonderes En­gagement. Die nächste Wahl der TraCeCo-Sprecher:innen findet auf der Klausur­tagung im März statt.

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