Wissen und Positionalität in den Internationalen Beziehungen

TraCe Forschende bei der 19. pan-europäischen Konferenz der Internationalen Beziehungen in Lissabon

Vom 1. bis 4. September 2026 fand in Lissa­bon die 19. pan-europäische Konferenz der Inter­nationalen Beziehungen, organisiert von der Euro­pean International Studies Asso­ciation (EISA), statt. Unter dem Titel „Even better than the real thing? Questioning knowledge pro­duction, positionality and authen­ticity in IR“ standen Fragen von Wissens­produktion, Positionalität und Authentizität in den Inter­nationalen Beziehungen im Mittel­punkt. Rund 2.000 inter­nationale Forschende diskutierten diese und weitere grund­legende Fragen in 487 Panels und 103 Round­tables. 

Auch TraCe Forscher:innen be­teiligten sich in verschiedenen Formaten an der Kon­ferenz und brachten ihre Forschung ein. Nicole Deitelhoff diskutierte im Rahmen eines Round­table historische und struk­turelle Perspektiven auf Krisen der Welt­ordnung und stellte ihre Forschung zu theo­retischen und empirischen Perspek­tiven auf die Stabilität und Krisen in der Inter­nationalen Ordnung vor. Darüber hinaus be­schäftigte sich Christopher Daase in seinem Konferenz­papier mit der Zukunft europäischer Sicher­heit.  

Ein weiterer thema­tischer Schwerpunkt der teilnehmenden TraCe For­schenden lag auf histo­rischen Gewaltverhältnissen und kolonialen Konti­nuitäten. Lina Schneider befasste sich mit der belgischen Wahrheits- und Versöhnungs­kommission und deren Einbettung in ein inter­nationales Netzwerk. Sabine Mannitz prä­sentierte ihre gemeinsame For­schung mit Núrel Bahí Reitz zu rechtlichen Formen der Auseinander­setzung mit kolonialem Unrecht. Susanne Buckley-Zistel dis­kutierte die Dekolonialisierung von Transitional Justice und be­teiligte sich zudem an einem Round­table zu Perspektiven auf Nord-Süd-Kooperationen in der Friedens- und Konflikt­forschung. 

Das voll­ständige Programm und weitere Infor­mationen zur EISA finden sich auf der Website der Kon­ferenz