The Future of Building Peace

Jubiläumskonferenz zu 25. Marburger Zentrumstagen des Zentrum für Konfliktforschung

Während weltweit die Gewalt zu­nimmt, stellen an­haltende Kriege sowie geopolitische Spannungen etablierte Friedens­ansätze auf die Probe. In diesem Kontext setzten sich die 25. Mar­burger Zentrumstage – organisiert vom Zentrum für Konflikt­forschung in Marburg – damit aus­einander, wie Frieden unter den Be­dingungen globaler In­stabilität und des Wandels konzeptuali­siert, aus­gehandelt und gelebt wird. Vom 22. bis 24. Oktober 2026, kamen Forschende aus der Friedens- und Konflikt­forschung sowie aus ver­wandten Disziplinen zusammen und re­flektierten gemeinsam über neue Heraus­forderungen, Lösungs­ansätze und die Zu­kunft des Peace­building.

Er­öffnet wurde die Kon­ferenz von der Vizepräsidentin der Philipps-Universität Marburg Sabine Pankuweit und Susanne Buckley-Zistel, der Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung. Mit Thorsten Bonacker, Felix Anderl, Juliana González Villamizar und Mariel Reiss be­teiligten sich auch zahl­reiche TraCe Forschende an den ver­schiedenen Panels und Roundtables und dis­kutierten zu Fragen von Gender und fe­ministischen Friedens­perspektiven, der Ent­wicklung der Konflikt­forschung, zu internationale Inter­ventionen für Frieden und Sicherheit, Umweltkonflikten und Formen von Ex­traktion oder dem Umgang mit Opfern und Tätern in einer Übergangsjustiz.

Am zweiten Konferenz­tag diskutierten, unter Mo­deration von Anika Oettler, Thilo Marauhn, Stefan Peters, Jonas Wolff, Tareq Sydiq und Stefanie Bock das Thema „Inter­national Law, International Relations, and the Hope for Peace“. Dabei the­matisierten sie vor allem die Stärkung von Menschen­rechten, Rechts­staatlichkeit und Multi­lateralismus im Kon­text geo­politischer Macht­verschiebungen an den Beispielen Venezuela, dem Russischen Angriffs­krieg auf die Ukraine und dem US-Iran-Krieg. Die Forschenden waren sich einig, dass das In­ternationale Recht zwar nicht in der Be­deutungs­losigkeit ver­schwindet, aber zur Stärkung eine Durch­setzungskraft durch breite Bünd­nisse und starke Be­schützer benötigt. 

Zum Programm der Konferenz „Future of Building Peace“.